Das war unsere Radwallfahrt nach Rom

Mit Pfarrer Hans Schwaighofer von Florenz nach Rom

von | 29. September 2025

Alle (Rad-)Wege führen nach Rom

Im Heiligen Jahr nach dem Motto „Pilger der Hoffnung“

Mit 14 RadpilgerInnen machte sich Pfarrer Hans Schwaighofer am 24. August 2025 auf den Weg

ein Bericht von Rosalia Hager

Am 24. August war es endlich soweit. Um 6.30 Uhr trafen wir Radpilger uns in Itzling. Unsere Fahrräder wurden auf zwei Anhänger verladen. Pfarrer Hans Schwaighofer spendete den Reisesegen und los ging die Fahrt nach Florenz. Nach der Ankunft unternahmen wir dort gleich einen gemeinsamen Spaziergang über die Ponte Vecchio, vorbei am Palazzo Vecchio und am Dom von Florenz. Nach drei vorangegangenen Ausflugsfahrten mit unseren Rädern und nach diesem geselligen Abend startete unsere Gemeinschaft von 14 Radpilgern am nächsten Morgen mit einem Morgenlob und einem schönen Ausblick auf Florenz. Sieben Tagesetappen zu durchschnittlich je 70 km lagen vor uns. An diesem ersten Tag radelten wir durchs idyllische Arnotal mit Weinbergen und Olivenhainen, vorbei an kleinen toskanischen Orten. Aufgrund einiger Baustellen mussten die Guides unserer Gruppe kreativ andere Wege suchen. Schließlich erreichten wir unser Quartier und die Pizza, das Bier und der Wein schmeckten an diesem Abend besonders gut. Das nächste Ziel war Cortona. Nachdem wir dort unser schönes Hotel bezogen hatten, fuhren wir mit dem Taxi in die Altstadt hinauf und aßen dort gemeinsam nach einem Spaziergang zu Abend.

 

Entlang der ehemaligen Bahnstrecke

„Portiuncula“ bei Assisi

Am dritten Tag radelten wir am Ufer des Trasimenischen Sees, dem viertgrößten See Italiens, entlang und erreichten am Abend Perugia. Von dort aus konnten wir schon auf einem Hügel Assisi sehen. Am vierten Tag freute ich mich besonders, weil wir einen Zwischenstopp bei der Kirche Santa Maria degli Angeli bei Assisi einlegten. Diese Basilika wurde um die Portiunkula-Kapelle erbaut. Dort fand Franziskus 1208 Zuflucht, restaurierte diese Kapelle und gründete den Franziskanerorden, dem sich innerhalb kurzer Zeit 5000 Brüder anschlossen. In der Basilika sangen wir den Sonnengesang, den Franziskus vor genau 800 Jahren verfasste. Miriam begleitete uns mit ihrer Gitarre und stimmte dann noch einige Taizé-Lieder an. Es war sehr berührend, weil auch einige andere Besucher der Kirche mitsangen und ein Franziskaner sich bei uns dafür bedankte.

Patschen-picken (Foto: Ingrid Wünsche)

Am fünften Tag radelten wir entlang einer ehemaligen Bahntrasse über Viadukte und durch lange finstere Tunnel. Ein Highlight dieses Tages waren die Marmore-Wasserfälle, die 271  v. Chr. von den Römern gebaut wurden, um ein sumpfiges Gebiet trocken zu legen. Am sechsten Tag hatten wir die längste Tagesetappe und ca. 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Ausgerechnet an diesem Tag regnete es. Wir fanden allerdings während der Regengüsse zweimal einen geeigneten Unterstand und einmal ein schönes Restaurant. Auf unserer letzten Etappe schien wieder die Sonne und wir konnten eine Hl. Messe auf einem Feld sehr festlich feiern.

Am Nachmittag radelten wir schließlich am Kolosseum und am Nationaldenkmal Viktor Emanuels II. vorbei und erreichten unser Quartier in Rom. Am folgenden Tag durchschritten wir im Heiligen Jahr 2025 die Heilige Pforte der Basilika Santa Maria Maggiore, wo Papst Franziskus begraben liegt. Auch die Heilige Pforte des Petersdoms passierten wir. Während einige auch die Spanische Treppe und den Trevi Brunnen bewunderten, spazierten mein Mann und ich auf den Hügel Gianicolo. Dort hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf Rom. Am 2. September wurde unsere Gruppe mit den zwei Bussen wieder nachhause gebracht. Danke allen Radpilgern für die Gemeinschaft und für alles, was dazu beitrug, dass diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Rosalia Hager

Fotonachweis: Walter Ertl, Miriam Brandis, Rosalia Hager und Ingrid Wünsche 

 

Im ehemaligen Eisenbahntunnel
Santa Maria Maggiore (Rom)
Kolosseum